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Einfluss der Kirche

Veröffentlicht von Admin am 06.06.2007

Ab dem 12. Jahrhundert führte Köln die Bezeichnung "Sancta" (Heilig) im Stadtnamen: "Heiliges Köln von Gottes Gnaden der römischen Kirche getreue Tochter".

Rainald von Dassel, Reichskanzler und Kölner Erzbischof, brachte 1164 die Reliquien der Heiligen Drei Könige nach Köln. Ihnen zu Ehren wurde am 15. August 1248 mit dem Bau einer mächtigen Kathedrale als Grabeskirche begonnen. Die Ambition: das "größte Bauwerk nördlich der Alpen" zu erschaffen.

Weitere bedeutende (architektonische) Zeugnisse des "geistlichen" Einflusses dieser Zeit sind die zwölf großen romanischen Stifts- und Klosterkirchen: Groß St. Martin, St. Pantaleon, St. Maria Lyskirchen, St. Kunibert, St. Gereon, St. Severin, St. Maria im Kapitol, St. Aposteln, St. Andreas, St. Ursula, St. Cäcilien und St. Georg.

Der weltlichen Macht und starken Einflussnahme der Erzbischöfe auf das tägliche Leben stellten sich die Bürger Kölns immer wieder entgegen: 1074 etwa musste Erzbischof Anno II. vor dem Bürgerzorn fliehen, weil er ein Schiff Kölner Kaufleute beschlagnahmt hatte. Der Sieg des Bürgertums über das erzbischöfliche Heer (Schlacht bei Worringen 1288) vertrieb den Erzbischof endgültig aus der Stadt.

Als neue Residenz diente fortan Bonn, deren erzbischöflichen Amtsbauten (Schloß Augustusburg und Schloß Falkenlust bei Brühl) heute zum Weltkulturerbe gehören.

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