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Köln im Dritten Reich (1933-1945)

Veröffentlicht von Admin am 01.06.2007

Unmittelbar nach der Kommunalwahl des 12. März 1933, bei der die NSDAP mit 39,6% stärkste Fraktion im Stadtrat wurde, floh Oberbürgermeister Adenauer aus Köln. SS und SA besetzten das Rathaus enthoben Adenauer seines Amtes und erklärten Günther Riesen (NSDAP) zum Nachfolger.

So mancher Kölner glaubt gerne an den besonderen Widerstand, mit dem sich Köln angeblich dem nationalsozialistischen Regime entgegenstellte. Selbst Konrad Adenauer sprach in späteren Reden als Bundeskanzler immer wieder davon - die Realität aber unterschied sich kaum von der des übrigen Deutschlands: Hitlers Ideologie wurde genauso konsequent umgesetzt wie anderswo; bereits zwei Monate nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler folgten die ersten antisemitischen Pogrome, öffentliche Hatz Diskriminierung, Verhaftungen, Enteignungen, Berufsverbote und Ausschlüsse "nicht-arischer" Bürger aus Ämtern, Vereinen oder des öffentlichen Lebens.

1940 wurde die Deportation der in Köln lebenden Sinti und Roma angeordnet - als bestialischer Testlauf für die ein Jahr später folgende systematische Verschleppung und Ermordung der Kölner Juden.

Im Zuge des Zweiten Weltkriegs flogen am 31. Mai 1942 britische Bomber zum ersten Mal Luftangriffe auf Köln: alleine bei diesem ersten Angriff wurde 5.000 Häuser zerstört und 469 Menschen getötet.

Bis zum Einmarsch der amerikanischen Truppen am 6. März 1945 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden 90 Prozent der Innenstadt und nahezu 72 Prozent des gesamten Stadtgebiets vollständig zerstört.

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