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Ehrenfeld lebt

Veröffentlicht von Admin am 09.10.2007

Ehrenfeld lebt

Ganz gleich, wo man in Ehrenfeld unterwegs ist – eins ist immer deutlich zu spüren: In diesem Viertel pulsieren eine Energie und eine Lebendigkeit, wie sie in anderen Vierteln der Stadt selten zu finden sind. Geprägt wird die Atmosphäre im Veedel ganz klar von seinen Bewohnern: Zwischen Bürgerhäusern aus der Gründerzeit, Industriedenkmälern und Mietshäusern aus den 1950er und 1960er Jahren lebt eine äußerst vielfältige Mischung aus verschiedenen Nationen, Kulturen und Religionen mehr oder weniger einträchtig neben- und miteinander. Ehemals bekannt als Arbeiter- und Industriestadtviertel, lebt in Ehrenfeld heute ein sehr großer Anteil von Migranten aus aller Welt. Dem entsprechend bunt ist die Geschäftswelt mit türkischen und italienischen Betrieben, ebenso wie zahlreichen Geschäften aus dem Nahen und Fernen Osten. Angelockt von den günstigen Mieten und der lebendigen Atmosphäre kamen spätestens ab den frühen1990er Jahren Kulturschaffende und Studenten hierher. Diese wiederum zogen sowohl eine wachsende Zahl von Theatern als auch eine abwechslungsreiche und innovative Gastronomie nach sich. Mehr und mehr Szenekneipen, Bars, Cafés und anspruchsvolle Restaurants eröffneten und trugen so sehr zum Wandel des Viertels bei. Hausbesitzer investierten in die Sanierung maroder Altbauten und Unternehmer und Dienstleister folgten mit neuen Geschäftsideen. Mittlerweile gehört Ehrenfeld zu den aufregendsten Stadtteilen, und in Sachen Gastronomie, gibt es hier einfach nichts, was es nicht gibt. Wir haben versucht, die immense Bandbreite des gastronomischen Angebots für Sie ein wenig zu beleuchten.

Von der Gemeinde bis zum Stadtteil – die historische Entwicklung Ehrenfelds

Bereits im ersten bis dritten Jahrhundert nach Christus war das Gebiet um Ehrenfeld schon bewohnt, wie der Fund einer römischen Landvilla bei der heutigen Mechternkirche im Jahre 1996 belegte. Der Name Ehrenfeld erklärt sich durch die geographischen Lage des Viertels: Verließ man die Stadt durch das Ehrentor (Ehrenportz), ein ehemaliges Stadttor des mittelalterlichen Kölns, und ging weiter Richtung Westen über die Ehrenstrasse, gelangte man schließlich zum „Ehrenstraßener Feld“. Bis ins 19. Jahrhundert lagen hier landwirtschaftlich genutzte Felder. So kam die 1867 gegründete selbständige Gemeinde Ehrenfeld mit über 4.000 Einwohnern zu ihrem Namen. 1875 erhielt die Gemeinde ihre Rangerhöhung in den „Stand der Städte“. Dieser Status als eigene Stadt hielt jedoch nicht lange an, denn bereits 1888 erfolgte die Eingemeindung als Stadtteil von Köln.

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